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Wenn Leid über uns kommt – wie können wir erkennen, ob es eine Strafe für eine Sünde ist oder ob HaShem uns damit etwas lehren möchte?
Was will HaShem uns sagen?
Wenn ein Mensch Leid erfährt – wie kann er wissen, ob HaShem ihm damit etwas lehren will oder ob es eine Strafe ist?
Die Antwort ist: Beides ist dasselbe. Beides ist Lehre. Es gibt keine Strafe im herkömmlichen Sinne – alles ist Lehre.
Wie wir lernen aus Leid
Nun, es gibt zwei Arten von Lehre: Manchmal ist es eine Lehre für den Betroffenen selbst, manchmal für andere. Wenn z. B. ein Verbrecher durch ein Gerichtsurteil hingerichtet wird, ist es zu spät, ihn zu belehren – aber andere lernen durch sein Schicksal. Oft leidet jemand nicht deshalb, weil er lernen soll, sondern weil andere durch sein Leid lernen.
Doch wenn jemand fähig ist zu lernen, dann lernt er selbst auch. Doch immer steht das Leid im Zeichen der Lehre.
אַשְׁרֵי הַגֶּבֶר אֲשֶׁר תְּיַסְּרֶנּוּ יָהּ – Glücklich ist der Mensch, den Du, HaShem, züchtigst;
וּמִתּוֹרָתְךָ תְּלַמְּדֶנּוּ – und durch Deine Torah belehrst (Tehillim 94:12).
Alle Jissurim (Leiden) sind also letztlich Torah.

Rav Avigdor Miller zt»l
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