Deutsch / English below
Parasha Bo
Und das war also das Thema von Yetzias Mitzrayim. Jetzias Mitzrayim ist eigentlich keine Zeit, in der unsere Vorfahren lediglich aus der Sklaverei gerettet wurden. Das geht am Thema vorbei. Sie hätten auch auf unspektakuläre Weise aus der Sklaverei gerettet werden können; es wäre nicht nötig gewesen, Makkos, Plagen über Mitzrayim zu bringen. Sie hätten auch auf eine einfachere Weise gehen können.
Der Pharao hätte sich zusammensetzen und sagen können: «Seht euch diese armen Menschen an. Sie waren einst gute Freunde von uns. Ihr Bruder Yosef war ein Wohltäter Ägyptens, und alles, was sie getan haben, war, um Asyl zu bitten. Wir haben ihnen Unrecht getan, und deshalb ist es an der Zeit, sie gehen zu lassen.»
Nun, es könnte sein, dass der Pharao selbst das nicht tun würde, aber Hakadosh Baruch Hu könnte sein Herz bewegt haben. לֵב מֶלֶךְ בְּיַד הַשֵּׁם – Der Verstand eines Königs liegt in den Händen von HaShem, עַל כָּל אֲשֶׁר יַחְפֹּץ יַטֶּנּוּ – zu welchem Ende Er auch immer will, Er wird es beugen (Mishlei 21:1). Er hätte den Pharao umstimmen können, und sie wären einfach so befreit worden.
Aber so konnte es nicht sein, denn das ganze Spektakel von Jetzias Mitrayim diente nicht dazu, die Bnei Jisroel zu befreien. Die ganze Sache wurde zu einem Zweck inszeniert, und dieser Zweck war, zu zeigen, dass בְּנִי בְּכוֹרִי יִשְׂרָאֵל; dass der Jude, der Auserwählte von HaShem ist. Das ist der Zweck von allem, was passiert ist.
Und was bedeutet das, dass wir die Auserwählten sind, בְּנֵי בְּכוֹרִי יִשְׂרָאֵל? Nur, dass er uns erwählt hat, die Torah zu empfangen, Ihm zu dienen und so weiter? Nein, das ist noch gar nichts. בְּנִי בְּכוֹרִי יִשְׂרָאֵל bedeutet, dass Er an uns denkt, dass Seine Gedanken bei uns sind, nur bei uns. רַק אֶתְכֶם יָדַעְתִּי מִכֹּל מִשְׁפְּחוֹת הָאֲדָמָה – Ich kenne nur dich von allen Geschlechtern der Erde (Amos 3:2).
Parasha Bo
And that therefore was the theme of Yetzias Mitzrayim. Yetzias Mitzrayim actually is not a time when our forefathers were merely saved from slavery. That’s missing the entire point. They could have been saved from slavery in ways that weren’t spectacular at all; it wasn’t necessary to make makkos, plagues on Mitzrayim. They could have gone out in a more simple way.
Pharaoh could have got together and said, “Look at these poor people. They were once good friends of ours. Their brother Yosef was a benefactor of Egypt and all they did was ask for asylum. We did them bad and therefore it’s time to let them go out.”
Now, it could be that Pharaoh himself wouldn’t do that, but Hakadosh Baruch Hu could have moved his heart. לֵב מֶלֶךְ בְּיַד הַשֵּׁם – The mind of a king is in the Hands of Hashem, עַל כָּל אֲשֶׁר יַחְפֹּץ יַטֶּנּוּ – to whichever end He wants, He will bend it (Mishlei 21:1). He could have caused Pharaoh to change his mind and they would have been freed just like that.
But it couldn’t be that way because the entire spectacle of Yetzias Mitrayim wasn’t to free the Bnei Yisroel. The whole thing was staged for one purpose and that purpose was to demonstrate that בְּנִי בְּכוֹרִי יִשְׂרָאֵל; that the Jew, that’s Hashem’s chosen one. That’s the purpose of everything that happened.
And what does that mean that we are the chosen one, בְּנֵי בְּכוֹרִי יִשְׂרָאֵל? Merely that He chose us to receive the Torah, to serve Him, and so on? No, that’s nothing yet. בְּנִי בְּכוֹרִי יִשְׂרָאֵל means that He’s thinking about us, that His mind is on us, only us. רַק אֶתְכֶם יָדַעְתִּי מִכֹּל מִשְׁפְּחוֹת הָאֲדָמָה – I only know you of all the families of the earth (Amos 3:2).

Exerpt from
Parasha Bo
by Rav Avigdor Miller ZT»L,
full Parasha please read here:

