Lied am Meer
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Lied am Meer / Song At The Sea

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Teil I. Ihn schön machen
Bezahlen der Rechnung
Als die Bnei Jisroel Zeuge des großartigen Schauspiels wurden, wie sich das Yam Suf teilte und sie dann, nachdem sie das Meer trockenen Fußes durchquert hatten, sahen, wie das Wasser auf ihre verfolgenden Feinde herabstürzte, ergriff sie eine ungeheure Erregung der Dankbarkeit. Sie waren von ihren Gefühlen so überwältigt, dass sie sich in ihrer Inspiration so sehr erhoben, dass der Geist der Nevuah auf das Volk herabkam und sie ein Lied der Liebe und Hingabe an HaShem sangen. אָז יָשִׁיר מֹשֶׁה וּבְנֵי יִשְׂרָאֵל אֶת הַשִּׁירָה הַזֹּאת (Shemos 15:1).

Auch wenn das an sich schon eine enorme Leistung war – HaShem für das zu singen, was Er für einen tut, ist eine große charakterliche Vollkommenheit -, so verstehen wir doch, dass es etwas gegeben haben muss, das Am Jisroel an diesem Tag unternommen hat. Denn wenn etwas Großes geschieht, wenn eine große Rettung eintritt, machen gute Menschen Nedarim und sie versprechen, zu versuchen, Hakadosh Baruch Hu für die große Wohltat, die Er ihnen zuteil werden ließ, «zurückzuzahlen». Wie Dovid Hamelech sagte: כּוֹס יְשׁוּעוֹת אֶשָּׂא – Wenn ich den Kelch der Rettung erhebe, dann נְדָרַי לַהַשֵּׁם אֲשַׁלֵּם – muss ich meine Gelübde an HaShem zurückzahlen (Tehillim 116: 13-14).

Als sie also aus dem Rachen des Todes gerettet wurden und nicht nur das, sondern auch ihre Feinde in den Jam stürzten und ertränkt wurden, löste beides zusammen eine solche Ekstase der Freude aus, dass eigentlich etwas hätte kommen müssen. Und deshalb ist die Frage berechtigt: Was haben sie als Folge dieser wunderbaren Befreiung und der ungeheuren Ausgelassenheit, die sie damals erlebten, auf sich genommen?

Der einzigartige Schwur
Wenn wir nun das ganze Shiras Hayam untersuchen, finden wir nur ein einziges Versprechen, das sie kollektiv als Gegenleistung für dieses große Jeshuah ablegten; nur eine Sache.  Damals schworen sie HaShem einen Eid, der wie folgt lautete: זֶה קֵלִי – «Dies ist mein HaShem», sagten sie, וְאַנְוֵהוּ – «und ich werde Ihn schön machen» (Shemos 15,2). Naveh bedeutet schön und v’anveihu bedeutet «Ich werde Ihn schön machen». Das ist die einzige Verpflichtung, die das Volk, individuell und kollektiv, auf sich genommen hat.

Was das genau bedeutet, wissen wir noch nicht, aber was auch immer es ist, wenn das die eine Sache ist, die das Volk gewählt hat, wenn das die eine Sache ist, die sie versprochen haben, dann muss man sagen, dass es eine große Sache ist. Es lohnt sich also, diesen Eid zu studieren, um zu verstehen, was wir versprochen haben, als wir am Ufer des Yam Suf standen. Was bedeutet es, dass wir HaShem schön machen werden?

Der schöne Shlumiel
In seinem einfachsten Verständnis bedeutet es, dass wir Hakadosh Baruch Hu in unserem Leben herausragend machen sollen. «Von jetzt an», sagten wir, «werden wir Dich verherrlichen. Unser Versprechen an Dich ist, dass wir Dich unser ganzes Leben lang verherrlichen werden.»
Natürlich sprechen wir von einem Volk, das ohnehin so gelebt hat. In Mitzrayim gaben sie sich rein jüdische Namen, Namen, die Kevod Shamayim ausdrückten. שְׁלוּמִיאֵל! Ah, was für ein Name! ‚HaShem ist mein Friede.‘ Und sein Vater צוּרִישַׁדָּי- HaShem ist mein Fels. All die Namen sind so, Namen, die HaShem schön machen.

עַמְרָם – Das Volk des Höchsten. Seine Frau HaShem ist mein Ruhm.  Sehen Sie, wie eine Frau benannt wurde? Sie wurde nicht  nach einer alten Urgrossmutter benannt.​

Sie sehen also, über welche Art von Menschen wir hier sprechen – HaShem war in ihrem Leben am herausragendsten. Aber als sie vor dem Ertrinken im Yam gerettet wurden und sahen, wie ihre Feinde von den Wellen überwältigt wurden, setzten sie noch eins drauf. Sie widmeten ihr Leben und das Leben ihrer Kinder – für immer und ewig – dieser einen großen Aufgabe; der großen Aufgabe von Hodu laHaShem, HaShem zu erhöhen.


Part I. Beautifying Him

Paying the Bill
When the Bnei Yisroel witnessed that great spectacle of the Yam Suf splitting apart, and then, after passing through the sea on dry land, they watched the waters come crashing down on their pursuing enemies, a tremendous excitement of gratitude seized them. They were so overcome by emotion, they became so elevated in their inspiration that the spirit of nevuah descended on the nation and they sang a song of love and dedication to Hashem. אָז יָשִׁיר מֹשֶׁה וּבְנֵי יִשְׂרָאֵל אֶת הַשִּׁירָה הַזֹּאת (Shemos 15:1).


Now, even though that itself was a tremendous achievement  – to sing to Hashem for what He does for you is a great perfection of character – but we understand that there must have been something that the Am Yisroel undertook on that day. Because when something big happens, when a great salvation occurs, good people make nedarim and they promise to try to ‘repay’ Hakadosh Baruch Hu for the great benefit that He bestowed upon them. Like Dovid Hamelech said, כּוֹס יְשׁוּעוֹת אֶשָּׂא – When I lift up the cup of salvation, then נְדָרַי לַהַשֵּׁם אֲשַׁלֵּם – I have to pay off my vows to Hashem (Tehillim 116: 13-14).


And so when they were saved from the jaws of death, and not only that but their enemies fell into the yam and were drowned, both together caused such an ecstasy of joy that something should have been forthcoming. And therefore it’s a valid question: As a result of this marvelous deliverance and the tremendous exuberance that they experienced at that time, what did they take upon themselves?


The Singular Oath
Now, when we examine the whole shiras hayam we find only one promise that they collectively undertook in return for this great yeshuah; only one thing.  At that time they swore to Hashem an oath as follows: זֶה קֵלִי – “This is my Hashem,” they said, וְאַנְוֵהוּ – “and I am going to beautify Him” (Shemos 15:2). Naveh means beautiful and v’anveihu means ‘I will make Him beautiful.’ That’s the only obligation that the nation, individually and collectively, assumed upon themselves.


Now, what that means exactly we don’t know yet, but whatever it is, if that’s the one thing the nation chose, if that’s the one thing they promised, you must say it’s a big thing. And so it pays to study that oath, to understand what it is that we promised when we stood at the shore of the Yam Suf. What does it mean that we’ll make Hashem beautiful?


The Beautiful Shlumiel
So in its most simple understanding we’ll say that it means to make Hakadosh Baruch Hu outstanding in our lives. “From here on in,” we said, “we will aggrandize You. Our promise to You is that we will glorify You all our lives.”
Of course we’re talking about a people who lived like that anyhow. In Mitzrayim they gave pure Jewish names, names that expressed kevod Shamayim. שְׁלוּמִיאֵל! Ah, what a name! ‘Hashem is my peace.’ And his father צוּרִישַׁדָּי– Hashem is my rock. All the names are like that, names that made Hashem beautiful.


עַמְרָם – The people of the most high One. His wife was יוֹכֶבֶד – Hashem is my glory. You see how a woman was named? She wasn’t named after an old great-grandmother. It was an original name, a name of raising up Hashem, of loving Hashem. עַמִּינָדָב – My people volunteer to serve Hashem. נְתַנְאֵל – Whatever I have, Hashem has given me. That’s a name that was invented in Mitzrayim.

So you see what type of people we’re talking about – Hashem was most outstanding in their lives. But when they were saved from drowning in the yam and they saw their enemies overcome by the waves, they took it up a notch. They dedicated their lives and the lives of their children – forever and ever – to this one great task; the great function of Hodu laHashem, of elevating Hashem.

Staffavigdormiller

Auszug von  / Exerpt from
​Parasha Beshalach
by Rav Avigdor Miller ZT»L,
full Parasha please read here: