20250606
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Zeit für G-tt / Time for G-d

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Das bedeutet natürlich nicht, dass das alles ist. Einfach nur ein Einsiedler oder ein Zurückgezogener zu sein, ist nichts. Das ist wie der Mann, der wie der Vilna Gaon sein wollte; der Vilna Gaon ging immer allein in einen Raum, schloss die Vorhänge und lernte den ganzen Tag. Aber dieser Mann schloss die Vorhänge und schlief dann ein. Nein, das ist es nicht.
Wir verstehen, dass der Nazir aufgrund seiner Umstände gezwungen ist, sich von den anderen Menschen fernzuhalten, und dass er daher mehr Zeit fand, die er dem Studium der Torah widmete. Er betete auch mehr – er betete länger zu Hakadosh Baruch Hu als andere. Er hatte Zeit zum Nachdenken, zum Reflektieren, zum Nachsinnen über HaShem, zum Grübeln über die Wahrheiten des Lebens.

Und doch, obwohl all das wahr ist – und noch viel mehr –, sehen wir in den Pessukim, dass der Nazir sich von der Menge abgrenzte; er erhob sich über den Alltag, über die Lebensweise seiner jüdischen Mitmenschen. Er wollte besser werden.

Sich von den Besten abgrenzen
Wir müssen uns nun bewusst machen, dass ein Mann oder eine Frau, die sich damals von den Menschen abhoben, sich nicht von einer Menge von Agnostikern trennten, chas v’shalom. Sie trennten sich nicht von Menschen, die illoyal waren. Damals hielt das gesamte jüdische Volk die Torah. Alle aßen koscher. Alle hielten den Shabbat. Jeder Jude hatte damals einen glühenden Patriotismus im Herzen; sie waren stolz auf ihr Volk. Halevei oif unz gezogt! Und selbst die Juden, die nicht so streng waren wie andere – die Amei Haaretz – waren alle stolz auf ihre Torah. Sie war ihre Verfassung; sie hatten keine anderen Gesetze außer der Torah.

Nun mag es einige gegeben haben, die einige Halachot nicht kannten. Vielleicht kannten sie nicht alle Shevusim d’Rabanon am Shabbat. Vielleicht kannten sie nicht alle Halachot von Borer am Shabbat; aber sie waren alle Juden, die die Torah mit Mesiras Nefesh praktizierten. Und deshalb trennte sich ein Nazir nicht von einer niedrigen Menge, wenn er sich absonderte. Er trennte sich von Menschen, die heute als sehr gut angesehen würden, von Menschen, die heute bewundert würden.

Und doch, wenn sich ein Mann trennt, um besser zu werden, billigt Hakadosh Baruch Hu ihn. Schließlich braucht es einen Menschen mit bemerkenswertem Charakter und bemerkenswertem Antrieb, um besser zu werden. Sich über das normale orthodoxe Leben zu erheben, wurde von HaShem besonders begünstigt.


Of course, it doesn’t mean that’s everything. Just to be a hermit, a recluse, that’s nothing. It’s like the man who wanted to be like the Vilna Gaon; the Vilna Gaon used to go into a room alone and close the shades and learn all day. But this man, he would close the shades and then fall asleep. No, that’s not it.

We understand that the nazir, because of his circumstances, he is forced to remain aloof from the rest of the people, and he was therefore able to find more time which he devoted to meditating in the Torah. Also more tefillah too – he prayed to Hakadosh Baruch Hu longer than others did. He had time to contemplate, to reflect, to think about Hashem, to ponder the verities of life.

And yet even though all that is true – and much more – the one thing we see in the pessukim is that the nazir was separating himself from the crowd; lifting himself up from the humdrum, above the way of life of his fellow Jews. He wanted to become better.

Separating From the Best
Now we have to realize that when a man or woman in those days lifted themselves from the people, they weren’t separating from a crowd of agnostics, chas v’shalom. They weren’t separating from people who were disloyal. In those days, the entire Jewish people kept the Torah. Everybody ate kosher. Everybody kept Shabbos. Every Jew in those days had a fiery patriotism burning in his heart; they were proud of their nation. Halevei oif unz gezogt! And even the Jews who weren’t as careful as others – the amei haaretz – they were all proud of their Torah. It was their constitution; they had no other code of laws except the Torah.

Now, there may have been some who were ignorant of some halachos. They maybe didn’t know all the shevusim d’Rabanon in Shabbos. They didn’t know all the halachos of borer on Shabbos maybe; but they were all Jews who practiced the Torah with mesiras nefesh. And therefore, when a nazir separated, he wasn’t separating from a low multitude. He was separating from what today would be a very good public, people who would be admired today.

And yet, when a man separates in order to become better, Hakadosh Baruch Hu approves of him. After all, it takes a person of remarkable character, remarkable drive, to be better. To lift yourself beyond the normal Orthodox living was especially favored by Hashem.

Staffavigdormiller

Rav Avigdor Miller ZT»L

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