Yetzer Hara geht inkognito
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Rav Avigdor Miller: Yetzer Hara geht inkognito / Yetzer Hara Goes Incognito

Deutsch / English below


In der Mesichta Sukkah am Daf Nun Beis Amud Alef spricht die Gemara über die verschiedenen Namen, unter denen der Yetzer Hara in der Kisvei Hakodesch bekannt ist. Es gibt dort eine Liste von Namen, sieben Namen der ‚bösen Neigung‘, die wir in unseren heiligen Schriften finden.

Wozu geben uns die Chachomim diese Informationen? Weil der Yetzer Hara ein Thema ist, das die Welt ignoriert, und das ist genau das, was der Yetzer Hara bevorzugt. Stellen Sie sich vor, ein Spion wird in Moskau ausgebildet und kommt nun nach Amerika. Er will keine Schlagzeilen, die seine Ankunft ankündigen, denn er hat nur Erfolg, wenn er inkognito ist. Und deshalb mag es der Yetzer hara, wenn nicht über ihn gesprochen wird; dann ist er am erfolgreichsten.


Und deshalb findet man in den Divrei Chazal so viel, was über ihn gesprochen wird. Denn je mehr wir über ihn nachdenken, desto besser geht es uns; je mehr wir über ihn wissen, desto besser sind wir in der Lage, uns zu schützen. Wenn unsere Weisen uns also Namen des Yetzer Hara nennen, dann ist das nicht nur eine Information, wie eine Konkordanz, die durch den Tanach geht und verschiedene Namen nennt. Jeder von ihnen ist ein großer limud, eine sehr wichtige Lektion darüber, wie man mit diesem Feind umgeht, wie man ihn besiegen kann.


Der wahre Feind – nicht die Araber
Nur ein Beispiel: שְׁלֹמֹה קָרְאוֹ שׂוֹנֵא – Shlomo Hamelech nannte ihn «Feind». Was bedeutet das? Es bedeutet, dass der Yetzer Hara der Feind ist und dass man seinen Geist von allen anderen Feinden ablenken muss. Wenn Sie glauben, dass Sie andere Feinde in dieser Welt haben, machen Sie einen Fehler. Und wenn Sie Ihre Bemühungen darauf verschwenden, irgendjemanden zu hassen oder zu bekämpfen, verschwenden Sie Bemühungen, die Sie besser hätten nutzen können, wenn Sie den wahren Feind erkannt hätten.


Ich erinnere mich, dass ich einmal in der kleinen Stadt Tzitavyan in Litauen an Tishah b’Av war. Wir hatten gerade das Kinos-sprechen beendet, und der Shavler Rav war anwesend, und er sprach inoffiziell, informell zu uns. Zu dieser Zeit gab es in der ganzen Welt Protestkundgebungen gegen die Araber, weil die Araber irgendetwas getan hatten, irgendeine Grausamkeit gegen die Juden. Und das erste, was er damals sagte, war, dass wir Protestdemonstrationen gegen den Yetzer Hara machen müssen.


In Mesichta Sukkah on daf nun beis amud alef the Gemara talks about the various names by which the yetzer hara is known in the kisvei hakodesh. There’s a list there of names, seven names of the ‘evil inclination’ that we find in our holy Scriptures.


What’s the purpose of the Chachomim giving us that information? It’s because the yetzer hara is a subject which the world ignores, and that’s exactly what the yetzer hara prefers. Imagine a spy is trained in Moscow and now he comes to America. He doesn’t want any headlines announcing his arrival because he succeeds only when he is incognito. And that’s why the yetzer hara likes when people don’t talk about him; that’s when he’s most successful.


And that’s why you find so much in the divrei Chazal that is spoken about him. Because the more we think about him, the better off we are; the more we know about him, the more suited we are to protect ourselves. And so if our Sages are telling us names of the yetzer hara it’s not merely letting us know information, like a concordance going through the Tanach and saying various names. Each one is a big limud, a very important lesson about how to deal with this enemy, how to defeat him.


The Real Enemy – Not the Arabs
Just to give an example: שְׁלֹמֹה קָרְאוֹ שׂוֹנֵא – Shlomo Hamelech called him ‘enemy’. What does that mean? It means that the yetzer hara is the enemy and that you have to get your mind off of all other enemies. If you think you have other enemies in this world, you’re making a mistake. And if you waste your efforts hating anybody or fighting anybody, you are expending efforts that could have been better utilized if you had recognized the real enemy.


I remember I was once in the little town of Tzitavyan in Lithuania on Tishah b’Av. We had just finished saying kinos and the Shavler Rav was present, and he was speaking to us unofficially, informally. At that time they were making protest demonstrations all over the world against the Arabs for something that the Arabs had done, some atrocity against the Jews. And the first thing he said then was that we need to make protest demonstrations against the yetzer hara.

Staffavigdormiller

Auszug aus / Exerpt from
«Bitachon: A Heart of Flesh»
by Rav Avigdor Miller