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Erinnerung an schwierige Zeiten / Remembering the Difficult Times

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In der Parascha der vergangenen Woche lasen wir über denjenigen, der Bikurim, die ersten Früchte seines Feldes, zum Beis Hamikdosh bringt, um seine Dankbarkeit gegenüber HaShem auszudrücken. Warum aber muss er die Erklärung ארמי אובד אבי – „Ein Aramäer war mein verlorener Vater“ – abgeben? Warum muss er erwähnen, dass Awrohom Owinu ein verlorener Aramäer war, ein Wanderer, der seine Heimat verließ und durch fremde Länder ziehen musste?

Die Gemoro lehrt uns ein Prinzip: מתחיל בגנות ומסיים בשבח
– Man beginnt seine Dankbarkeit mit der Erinnerung an den niedrigen Zustand und endet mit dem Lobpreis.

Deshalb beginnen wir an Pessach mit הא לחמא עניא – „Dies ist das Brot der Armut“; denn wenn ein Mensch Erfolg hat, soll er stets die Tage seiner Armut in Erinnerung behalten.
Es ist eine Schwäche der Menschheit, die Vergangenheit zu vergessen und undankbar zu sein.

Darum beginnen wir unseren Dank an HaShem mit dem Erinnern an die Jahre der Not.
Wir sprechen über die frühen Zeiten unserer Geschichte, als Awrohom Owinu seine Familie auf sich allein gestellt verließ und als Fremder in unbekannten Ländern umherzog.
Und wir arbeiten uns im Text hoch bis zu dem Satz: „Und nun sind wir in dem Land,
das Du unseren Vätern versprochen hast, und wir genießen das Glück,
in Eretz Yisroel zu leben.“

Das ist eine Lehre für uns alle: Immer wenn ein Mensch Erfolg hat, soll er niemals seine Tage der Armut vergessen. Deshalb legten die Chaschmonojim, als sie ein Fest zur Feier ihrer Siege veranstalteten, arme Kräuter – Meluchim – auf ihre Tische. Sie sagten: „Unsere Vorfahren aßen Meluchim, diese einfachen Kräuter, als sie das Beis Hamikdosh erbauten.“
Sie legten diese bescheidenen Kräuter auf goldene Tische,
weil sie ihren bescheidenen Anfang nicht vergessen wollten.

Und so sollte jeder von euch, der eines Tages erfolgreich wird und vielleicht ein Multimillionär wird, hin und wieder ein altes Kleidungsstück hervorholen – ein Überbleibsel aus der Zeit, als man noch nicht in Gold und Diamanten gekleidet war.
Holt den alten, abgetragenen Anzug hervor – als Secher, als Erinnerung
– und schaut ihn euch an.

Das wird euch helfen, eure Dankbarkeit gegenüber Hakodosh Boruch Hu zu stärken.


In this past week’s parsha we read about the one who brings bikurim, the first fruits of his field, to the Beis Hamikdash to express gratitude to Hashem. What is the reason that he has to make the declaration of ארמי אובד אבי? Why does he have to mention that Avraham Avinu was a lost Aramean, a wandering person who left his home and had to traverse through foreign lands?

It’s a principle that the Gemara teaches us: מתחיל בגנות ומסיים בשבח — We begin our expressions of gratitude with our low state, and we conclude with our celebrated state. 

That’s why on Pesach we start with הא לחמא עניא – “This is the bread of affliction;” because when a man is successful, he should always remember the days of his poverty. It’s a sickness of Mankind to forget the past and not to be grateful. And therefore, we begin thanking Hashem by remembering the years of our affliction; we talk about the early time of our history when Avraham Avinu left his family on his own and he was traveling alone as a stranger in strange lands. And we work our way up until we come to, “And now we are in the land that You promised our fathers and we are enjoying the happiness of living in Eretz Yisroel.”

It’s a lesson for us. Every time a person succeeds, he should never forget his poor days. That’s why when the Chashmonaim made a feast to celebrate their victories, they used to put poor herbs, meluchim, on their table. And they said, “Our forefathers used to eat meluchim, poor herbs, when they were building the Beis Hamikdash.” They put the inexpensive herbs on their golden tables because they didn’t want to forget their poor beginning.

So any one of you who will someday succeed and you will become a multi-millionaire, once in a while, bring forth some of the old habiliments, some of the old clothing that you left over, as a way of remembering the days when you didn’t dress in gold and diamonds. You take out your old worn-out suit as a zecher and take a look at it. And that will encourage you in your gratitude to Hakodosh Boruch Hu.

Staffavigdormiller

Rav Avigdor Miller ZT»L

April 3rd, 1980

Mit freundlicher Genehmigung von / With kind permission from: