Die Torah lehrt, dass jeder Mensch nach dem Ebenbild G’ttes erschaffen wurde – auch der Nichtjude. Ein Jude, der dies verkennt, widerspricht der Torah. Auserwähltheit bedeutet nicht Verachtung des Anderen, sondern Verantwortung, mit Würde auf andere zu blicken. Der alte Jude wusste: Selbst der einfachste Diener ist ein „tzelem Elokim“.
Rav Avigdor Miller
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Achashveirosh und/and Esther
Wie konnte Esther ihre Herkunft verbergen? Sie hatte gelernt zu schweigen. Mordechai hatte sie zur Zurückhaltung erzogen, und sie zeigte wahre Größe: kein Wort, kein unnötiges Detail. Ihre Stärke war das Schweigen – Ausdruck höchster Selbstkontrolle, wie es nur große Seelen beherrschen.
Wofür leben Sie? / What Are You Living For?
Der Jude lebte nicht für den Moment, sondern im Licht der kommenden Welt. Das Leuchten der Shechinah, verborgen hinter dem Horizont, erhellte seinen Weg schon in dieser Welt – und jedes Ereignis war ein Schritt auf dem Pfad zur Ewigkeit.
Das Geheimnis des Duftes / Secret of the Savor
Der Rambam erklärt, dass der Duft des Ketores im Beis HaMikdash unsere Sinne erhebt und die Seele auf den Ort der Shechinah vorbereitet. G-tt wollte, dass wir Seine Gegenwart mit Freude und Ehrfurcht erspüren – durch den kostbaren Duft, der nur dem Heiligtum vorbehalten war. Ketores war mehr als Rauch – es war ein Hauch der Ewigkeit.
Generation der Flut / Generation of the Mabul
Die Generation der Flut war nicht voller Spötter – sie ehrte Noach, sie glaubte ihm. Doch sie änderten nichts. Sie sahen den Zaddik, hörten seine Worte beshem HaShem – und blieben untätig. Darum war ihre Schuld so groß: Denn sie wussten, und taten doch nichts.
